FFP2 Masken schützen vor der Infektion mit dem Corona Virus

FFP2 ATEMSCHUTZMASKEN | Was muß man beachten?

Seit Anfang 2021 ist das Tragen von OP-Masken oder FFP2 Masken im ÖPNV und im Einzalhandel verpflichtend.

Die Bundesregierung hat in Ihrer Ministerpräsidentenkonferenz vom 19. Januar 2021 beschlossen, dass das Tragen von geeigneten - medizinischen - Atemschutzmasken in bestimmten Räumen des öffentlichen Lebens, in denen das Abstandhalten von mindestens 1,5 Metern nicht immer gewährleistet werden kann, verpflichtend ist.

Was sind OP-Masken und wie schützen Diese?

OP-Masken bzw. Medizinische Gesichtsmasken bestehen meistens aus einem zweilagigen Vliesstoff mit einem Filter in Form eines Tuchs. Auf dem Markt werden sie gerne als 3-lagig bezeichnet. Ein dichter Abschluss zwischen Gesicht und Maske kann bei dieser Bauart nicht gewährleistet werden, denn ein Teil der Atemluft erreicht die Atemwege von der Seite her, ohne die Maske zu passieren.

Medizinische Gesichtsmasken oder OP-Masken wurden konzipiert, um Patienten vor der Ansteckung durch den Träger zu schützen. OP-Masken werden hauptsächlich in Operationsräumen eingesetzt, um zu verhindern, dass Aerosole der Operateure zum Patienten, bzw. auf den Operationstisch gelangen. Sie dienen also dem Schutz des Patienten und nicht dem Schutz ihres Trägers.

Auch eine nach EN14683 zertifizierte OP-Maske ist zwar dem Medizinproduktegesetz konform, jedoch erfüllt sie nicht die Anforderungen der EU-Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung.

ATEMSCHUTZMASKEN der Klassifzierung FFP1, FFP2 und FFP3


Atemschutzmasken dagegen bestehen meistens ganz aus Filtermaterial. Sie sind meist vorgeformt oder aus mehreren Teilen zusammengesetzt. Dadurch umschließen die Atemschutzmasken Mund und Nase, sodass die Atemluft durch den Filter strömen muss.

Atemschutzmasken wurden konzipiert, um den Träger vor Aerosolen, Keimen und Viren zu schützen. Sie gehören ausschließlich der Kategorie 3 der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) an. Nach der Richtlinie 89/686/EWG für persönlichen Schutzausrüstung dürfen Atemschutzmasken nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie von einer benannten Prüfstelle einer Baumusterprüfung (hier EN149) und zusätzlich einer Produktionsüberwachung unterzogen werden. Anwender erkennen diese durch ein CE-Symbol mit einer vierstelligen Kennziffer und Nennung der angewandten Norm auf dem Produkt.

Auf dem Markt gibt es eine Fülle unterschiedlicher Produkte, die sich nicht nur im Preis, sondern auch in den Eigenschaften deutlich voneinander unterscheiden. Leider werden medizinische Gesichtsmasken fälschlicherweise auch gerne als günstiger Atemschutz angeboten. Häufig wird dem Anwender suggeriert, dass manche OP-Masken den strengeren Anforderungen der EN 149 entsprechen. Die entsprechenden Kennzeichnungen fehlen jedoch völlig.

Was bedeutet FFP1, FFP2 und FFP3?


Wenn Sie die Gefahrstoffe und deren Konzentration kennen, können Sie mitunter bereits eine FFP-Maske auswählen. Das Kürzel FFP steht dabei für „filtering face piece“. Die Klassifizierung ergibt sich neben der Filterleistung der Maske auch anhand der maximal zulässigen Leckage. Diese ergibt sich aus der Durchlässigkeit des Filtermaterials und Öffnungen an Stellen, an denen die Maske nicht genau auf dem Gesicht aufsitzt.

FFP1: Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP1 sind für Arbeitsumgebungen geeignet, in denen auschließlich ungiftige Stäube vorkommen. Sie haben eine Abscheideleistung von 80% und sind sind für eine 4-fache Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwertes zugelassen. Diese Masken schützen u.a. gegen ungiftige Stäube z.B. Zellstoff, Zement, Gips, Kalkstein oder Pollen.

FFP2: Atemschutzmasken der Schutzklasse FFP2 eignen sich für Arbeitsumgebungen, in denen sich gesundheitsschädliche und erbgutverändernde Stoffe in der Atemluft befinden. Sie müssen mindestens 94% der in der Luft befindlichen Partikel auffangen und dürfen eingesetzt werden, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert des betreffenden Gefahrstoffes höchstens die 10-fache Konzentration erreicht. Masken dieser Stufe schützen auch vor giftigen Stäuben z.B. Kalziumoxid, Betonstaub, Granit oder Zinkoxidrauch.

Unsere FFP2 Masken sind von einem von der EU anerkannten Prüfinstitut ordnungsgemäß geprüft worden. Der Schutz ist innerhalb eines ausführlichen Testverfahren bestätigt. Weitere Hinweise zum Prüfverfahren und zum Prüfinstitut erfahren sie in der Produktbeschreibung.

FFP2 ATEMSCHUTZMASKE | zum Schutz vor COVID19

FFP3: Die Schutzklasse FFP3 bietet auch bei hoher Belastung der Atemluft zuverlässigen Schutz. Masken dieser Klasse haben eine Abscheideleistung von 99%. Sie sind einsetzbar in Arbeitsumgebungen, in denen der Arbeitsplatzgrenzwert bis zum 30-fachen des branchenspezifischen Wertes überschritten wird. Sie schützen bspw. vor giftigen Stäuben von Chrom, Kobalt, Nickel oder Schimmelsporen.

Quellen und weitere Hinweise:

Vor dem Einsatz von Atemschutz sollten Sie sich genau über die Arbeitsbedingungen informieren und im Zweifel Rücksprache mit einem Atemschutzexperten halten. Unten haben wir eine Reihe von nützlichen Links für Sie zusammengestellt. Sie haben weitere Fragen oder sind sich nicht sicher, ob Sie den richtigen Atemschutz gefunden haben? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf.

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 



Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung 


TRGS 402 – Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen

TRGS 900 - Arbeitsplatzgrenzwerte